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  • Pflanzen mit biblisch-religiösen Bezug

    Apfel (Malus domestica)

    Ein Apfelbaum unter Waldbäumen ist mein Geliebter unter den Burschen. In seinem Schatten begehre ich zu sitzen. Wie süß schmeckt seine Frucht meinem Gaumen! Wie ein Apfelbaum. In das Weinhaus hat er mich geführt. Sein Zeichen über mir heißt Liebe. Stärkt mich mit Traubenkuchen, erquickt mich mit Äpfeln; denn ich bin krank vor Liebe. Seine Linke liegt unter meinem Kopf, seine Rechte umfängt mich.
    Hoheslied 2,3-6

    Blasenstrauch (Colutea x media = arborescens & orientalis)

    Ob es sich hierbei um den “brennenden Dornbusch” handelt?
    Wohl eher nicht. Aber im Katharinenkloster am Berg Sinai stand an der Stelle, wo der ursprüngliche “brennende Dornbusch” gestanden haben soll, lange Zeit ein Blasenstrauch.

    Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht. Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?
    2. Mose 3,2-3

    Binse/Flechtbinse (Scirpus lacustris)

    Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen lässt wie Binse und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?
    Jesaja 58,5

    Binsenginster (Spartium junceum)

    Wenn in der Bibel vom Ginsterbusch die Rede ist, ist damit eine klein-asiatisch-mediterrane Ginsterart mit weißen Blüten gemeint. Sie ist jedoch im Gegensatz zu unserem Ginster nicht winterhart:

    Elia aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginsterbusch und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.
    1. Könige 19,4

    Buchsbaum (Buxus sempervirens)

    Mangels Palmen-Zweigen verwendet(e) man bei uns den Buchsbaum, der auch “Palm” genannt wird:
    Am folgenden Tag, als eine große Volksmenge, die zu dem Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem komme, nahmen sie die Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und schrieen: Hosanna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, und der König Israels!
    Johannes 12,12-13

    Von der Weisheit heißt es bei Jesus Sirach:
    Ich bin eingewurzelt bei einem geehrten Volk, das Gottes Erbteil ist. Ich bin hoch gewachsen wie eine Zeder auf dem Libanon und wie eine Zypresse auf dem Gebirge Hermon. Ich bin aufgewachsen wie ein Palmbaum in En-Gedi und wie die Rosenstöcke in Jericho, wie ein schöner Ölbaum auf freiem Felde; ich bin aufgewachsen wie eine Platane.
    Jesus Sirach 24,16-19

    Christrose (Helleborus orientalis)

    Die “Christrose”, auch “Lenzrose” oder “Orientalischer Nieswurz” genannt, kommt aus den gemäßigten Regionen Asiens und des östlichen Mittelmeerraums.
    Im Volksglauben und in Märchen gehörte diese Pflanze zu den Wunderblumen, da sie mitten im Winter und im Schnee blüht. Dies ermöglichte im Christentum den Vergleich mit dem Wunder der Geburt Jesu (Weihnachten), das als Aufleuchten des Paradieses in der kargen Zeit des Winters verstanden wurde und trug zu ihrem Namen “Christrose” bei.
    Die Bezeichnung “Lenzrose” kommt vermutlich daher, dass die Blüten nicht nur im zeitigen Frühjahr (Lenz) erscheinen, sondern auch an die einfach blühenden Wildrosen erinnern und ebenso anmutig und prächtig erscheinen wie die viel später blühenden Rosen.
    Alle Pflanzenteile sind giftig. Von der Antike bis in die Neuzeit wurde sie gegen Geisteskrankheiten (helleborio = verrückt), Lähmungserscheinungen, Epilepsie und als starkes Abführmittel angewendet. Das geriebene Pulver der Pflanze reizt zum Niesen. Daher der Name “Nieswurz”. Mit der Nieswurz putzte man sich die Nase frei und meinte, damit böse Geister und Krankheiten auszuniesen. Doch des Giftes wegen war dies nicht ungefährlich.

    Christusdorn (Paliurus spina-christi)

    Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch: Komm du und sei unser König!
    Richter 9,14

    Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und sammelten die ganze Abteilung um ihn. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!
    Matthäus 27,27-29

    Dichterefeu (Hedera helix poetarum)

    Der Efeu ist im heutigen Israel wild selten anzutreffen. Man findet ihn nur noch im oberen Galiläa und in Samarien. Einst mag er wesentlich weiter verbreitet gewesen sein. In der Bibel wird er nur an einer Stelle erwähnt.

    “Am Fest der Dionysien zwang man sie (die Juden), zu Ehren des Dionysos mit Efeu bekränzt in der Prozession mitzugehen”.
    2. Makkabäer 6,7

    Es gibt Berichte, dass die ersten Christen gläubige Verstorbene auf Efeu, die nicht Bekehrten auf Zypressen legten. Dahinter stand die Vorstellung: Wer in Christo getauft sei, der ist unsterblich, die Ungetauften aber sind ohne Hoffnung auf Auferstehung gleich den Zypressen, die einmal gefällt, nie mehr nachwachsen. Der immergrüne Efeu gilt also als ein Symbol für das ewige Leben und auf manchem alten, efeuumschlungenen Grabstein steht: “Wie im Leben so im Tod.”

    Duftblüte (Osmanthus burkwodii)

    Sie gehört zur Familie der oleacea (Ölbäume), wird auch “duftender Ölbaum” genannt und soll (wie die Steinlinde und Fontanesia) an die Ölbäume im Heiligen Land erinnern.

    Aus dem Römerbrief: Warnung an die Heidenchristen vor Überheblichkeit:
    Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
    Römerbrief 11,17-18

    Färberginster (Genista tinctoria)

    Die gelben Blüten des Färberginsters wurden früher zum Färben von Geweben verwendet.
    Färberginsterkraut wurde in der Volksmedizin als Diuretikum und zur Förderung der Verdauung angewendet. Wegen der möglichen Nebenwirkungen sind aber andere Mittel empfehlenswerter.
    Färberginsterkraut kann in einigen Blasen- und Nierentees enthalten sein.

    Elia aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte sich unter einen Ginsterbusch und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser als meine Väter.
    1. Könige 19,4

    Feige (Ficus carica)

    Die Feige gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Die Assyrer bauten sie schon um 3000 v. Chr. in ihren Gärten an. In Griechenland wurde sie 700 v. Chr. Eingeführt. Von dort verbreitete sie sich im Mittelmeerraum aus.
    Sie ist die erste Frucht, die in der Bibel namentlich erwähnt wird:

    Sie (Adam und Eva) hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.
    Genesis 3,7

    Auch in 4 Mose 13,23 wird sie -bei der Rückkehr der Kundschafter aus dem gelobten Land- als eine von drei Früchten (neben Granatäpfeln und Weintrauben) mitgebracht, wodurch die Fruchtbarkeit des Landes Kanaan deutlich wurde.

    Der Feigenbaum trägt 5 Monate lang Früchte (von Ende Mai bis Anfang Oktober).
    In einem Midrasch heißt es, dass es sich mit den Feigen ebenso verhält wie mit den Patriarchen und ihren Nachkommen: Sie reifen nicht zur selben Zeit. Der erste, der “reifte”, war Abraham, dann Isaak, denn Jakob und danach der Rest des Volkes Israel. (Bereschit Rabba 46,1)
    Das Essen von Feigen wird von den jüdischen Rabbinern mit dem Lernen der Torah verglichen. Wir essen alle Teile der Feige, sagen sie. Sie hat keine Samen und keine Schale oder Rinde, die wir wegwerfen. Ebenso sind alle Teile der Torah für uns eine Nahrung. (Eruvim 54 a und b)
    Durch ihren großen Wert als Lebensmittel erlangte die Feige auch symbolische Bedeutung für Wohlstand und Fruchtbarkeit. In der christlichen Kunst steht der Feigenbaum sogar oft für den “Baum der Erkenntnis”. Der “verdorrte Feigenbaum” dagegen steht -z.B. in Passionsszenen- für die Synagoge oder für die häretischen Kirchen.
    Eine andere Feigenart wird ebenfalls in den biblischen Büchern erwähnt: die Maulbeerfeige (Ficus sycomorus) – bekannt aus der Geschichte, in der Zöllner Zachäus auf einen Maulbeerfeigenbaum steigt, um Jesus besser sehen zu können. Obwohl die Maulbeerfeige zur Gattung der Feigenbäume gehört, war sie zu biblischen Zeiten mehr wegen ihres Holzes gefragt als wegen ihrer Früchte.

    Zachäus stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum.
    Lukas 19,4

    Fontanesia (Fontanesia phylliroedes)

    Gehört zur Familie der Ölbaumgewächse, wie auch Steinlinde und Duftblüte.

    Hasel (Corylus avellana)

    “Ich stieg hinab in den Nussgarten, mich zu ergötzen an den Blüten im Tal, zu sehen, ob der Weinstock gesprosst, ob die Granatäpfel in Blüte stehen”.
    Hoheslied 6,11

    Judasbaum (Cercis siliquastrum)

    Wir wissen nicht ob sich Judas, der Verräter, an einem Baum erhängt hat. Die entsprechende Bibelstelle gibt keinen Hinweis darauf. Einer Legende nach soll er sich an Cercis siliquastrum erhängt haben, der in der Umgangssprache als “Judasbaum” bezeichnet wird. Nach dieser Legende soll der Baum oft krummwüchsig sein und die roten Blüten, die ehemals weiß gewesen seien, färbten sich zu roten Blutstropfen.

    Als nun Judas, der ihn verraten hatte, sah, dass Jesus zum Tod verurteilt war, reute ihn seine Tat. Er brachte den Hohenpriestern und den Ältesten die dreißig Silberstücke zurück und sagte: Ich habe gesündigt, ich habe euch einen unschuldigen Menschen ausgeliefert. Sie antworteten: Was geht das uns an? Das ist deine Sache. Da warf er die Silberstücke in den Tempel; dann ging er weg und erhängte sich.
    Matthäus 27,3ff

    Kermeseiche (Quercus coccifera)

    Eichen markierten in der Bibel oft Orte der Anbetung oder waren Begräbnisstätten. Wegen ihrer Erscheinung und Größe dienten sie auch als Grenz- und Orientierungszeichen in der Landschaft. Ihr Holz wurde für Hausbau, Schiffsbau und landwirtschaftliche Geräte verwendet.

    Und Abram durchzog das Land bis an die Stätte bei Sichem, bis zur Eiche More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande.
    1. Mose 12,6

    Da starb Debora, die Amme der Rebekka, und wurde begraben unterhalb von Bethel unter der Eiche; die wurde genannt die Klageeiche.
    1. Mose 35,8

    Schon in der Bibel wird die Kermeslaus als “Scharlachbeere” erwähnt, doch in Wirklichkeit ist sie ein Tier. Sie lebt im Mittelmeerraum als Parasit auf der Kermeseiche. Mit ihr färbten die Ägypter, Griechen und Römer feine Stoffe wie Wolle und Seide sowie Leder in einem herrlichen Karmesin- oder Scharlachrot.
    “Kermes” wurde früher auch in der Medizin als Herzmittel verwendet. Die Laus wird gelegentlich noch als Lebensmittelfarbstoff namens E120 für Campari oder Gummibärchen verwendet. Es ist damit der einzige Lebensmittelfarbstoff tierischer Herkunft. Häufiger kommt der Farbstoff noch als kräftiges Rot in Lippenstiften und als Färbemittel in der Mikroskopie vor.

    Mandel (Prunus dulcis)

    Nun holte sich Jakob frische Ruten von Silberpappeln, Mandelbäumen und Platanen, schälte weiße Streifen heraus und legte so das Weiße an den Ruten bloß. Die geschälten Ruten legte er in die Tröge, in die Wasserrinnen, zu denen die Tiere zur Tränke kamen, gerade vor die Tiere hin. Die Tiere begatteten sich, wenn sie zur Tränke kamen.
    1. Mose 30,37-38

    Mandelbäume werden bis zu 6 Meter hoch und galten schon in biblischen Zeiten als Delikatesse. Aus ihrem Kern wurde Öl gewonnen. Da der Mandelbaum in Israel als erster Baum (im Jahr) blüht, wurde danach das Datum von Tubi Schewat (Neujahrsfest der Bäume) bestimmt. Da Mandelbäume wenig Wasser brauchen, tragen sie auch in trockenen Jahren Früchte.

    Papyrus (Cyperus longus)

    Das sprichwörtlich gewordene Binsenkörbchen des Mose bestand nicht aus einem “Binsengeflecht” oder “Rohr”, sondern aus einer Papyrusart, deren Stängeldurchmesser ca. 10 Zentimeter beträgt. Es wurde vor allem zur Herstellung von Matten, Körben, Papier, Schuhen, Möbeln verwendet.

    Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils.
    2. Mose 2,3

    Rohrkolben (Typha)

    Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet. Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und jauchzen wird die Zunge des Stummen. Denn in der Wüste brechen Wasser hervor und Bäche in der Steppe. Und die Wüstenglut wird zum Teich und das dürre Land zu Wasserquellen. An der Stelle, wo die Schakale lagerten, wird Gras sowie Rohr und Schilf sein.
    Jesaja 35,4-7

    Rosa sancta (Rosa sancta richardii)

    Diese Blume wurde schon in Pharaonengräbern gefunden. In Äthiopien im 4. Jh. n. Chr. in der Nähe von Kirchen und Klöstern angebaut, daher der Name “Heilige Rose”. Im Mittelalter war die Pflanze “verschwunden”, im 19. Jahrhundert wurde sie nachgezüchtet.
    Die Alte Kirche hat lange gezögert, die Rose als christliches Symbol zu verwenden. Zu deutlich standen ihr die heidnischen Verwendungszusammenhänge vor Augen. Doch dann wurde die Rose im christlichen Westen allmählich doch ein Christussymbol und im Mittelalter sogar ein bevorzugtes Symbol seiner Mutter Maria. Zunächst wurden rote Rosen als Sinnbild des blutigen Martyriums der Heiligen verstanden und bald auch auf den König der Martyrer, Jesus in seinem Leiden, bezogen.
    Dann hat die christliche Ikonographie auf alttestamentliche Texte zurückgegriffen, insbesondere auf den Vergleich der Ewigen Weisheit mit der in Jericho gepflanzten Rose (Sir 24,14 in der Septuaginta) und die Weissagung des aus der “Wurzel Jesse hervorkommenden Reis” (Jes 11,1). So konnte die Rose in vielfacher Hinsicht zum Symbol für Maria wie für ihren Sohn Jesus werden.

    Schilf (Phragmites australis)

    Die Wagen des Pharao und seine Streitmacht warf er ins Meer, die Auslese seiner Wagenkämpfer versank im Schilfmeer.
    2. Mose 15,4

    Und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König! – und spieen ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.
    Matthäus 27,29-30

    In Israel kommen vier Schilfarten vor. In biblischer Zeit wurde Schilf auch in Gärten gepflanzt, da man daraus Matten, Zäune, Flöten (nach der Tradition auch die, die für die Musik im Tempel verwendet wurden), Schreibgeräte (auch für Torahrollen), Messruten herstellte und das Material auch im Hausbau Verwendung fand.

    Schneeball (Viburnum tinus)

    Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Schneeball und Kiefern, damit man zugleich sehe und erkenne und merke und verstehe: des HERRN Hand hat dies getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen.
    Jesaja 41,19-20

    Die Herrlichkeit des Libanon soll zu dir kommen, Zypressen, Schneeball und Kiefern miteinander, zu schmücken den Ort meines Heiligtums; denn ich will die Stätte meiner Füße herrlich machen.
    Jesaja 60,13

    Der “Laurustinus”, wie er auch genannt wird, ist ein immergrüner kleiner Strauch oder Baum, der in den Wäldern des Karmel wächst. Er wird auch als “Glanz des Karmel” bezeichnet.

    Steinlinde (Phyllirea decora)

    Gehört zur Familie der Ölbaumgewächse wie die Duftblüte und Fontanesia.

    Storaxbaum (Styrax officinalis)

    Sie feiern Schlachtopfer auf den Höhen der Berge, auf den Hügeln bringen sie Rauchopfer dar, unter Eichen, Storaxbäumen und Terebinthen, deren Schatten so angenehm ist. So werden eure Töchter zu Dirnen und eure Schwiegertöchter brechen die Ehe.
    Hosea 4,13

    Schon vor Tausenden von Jahren spielte “Styrax”, das Harz des Amber- oder Storaxbaumes, das durch Einritzen der Rinde gewonnen wird, eine wichtige Rolle bei rituellen Kulthandlungen antiker Völker. Schließlich gehörte es zu den acht Räuchersubstanzen, die Moses beim Auszug des Volkes Israel aus Ägypten mitnahm. In der griechisch-orthodoxen Kirche wird Styrax noch heute zusammen mit Weihrauch bei den Gottesdiensten verbrannt.

    Tamariske (Tamarix pentandra/ramosissima)

    Die Tamariske ist eng mit der Geschichte des biblischen Manna verbunden. Eine Theorie lautet, es könnte die honigartige Ausscheidung von Schildläusen sein, die die Siebröhren der Tamariskenzweige anstechen.

    Am Morgen lag eine Schicht von Tau rings um das Lager. Als sich die Tauschicht gehoben hatte, lag auf dem Wüstenboden etwas Feines, Knuspriges, fein wie Reif, auf der Erde. Als das die Israeliten sahen, sagten sie zueinander: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Da sagte Mose zu ihnen: Das ist das Brot, das der Herr euch zu essen gibt.
    2. Mose 16,11-15

    Abraham aber pflanzte einen Tamariskenbaum in Beerscheba und rief dort den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an.
    1. Mose 21,33

    Wachholder (Junipurus communis)

    Ich werde Zedern in die Wüste setzen, Akazien, Myrten und Olivenbäume, werde Wacholderbäume in die Steppe pflanzen, Platanen und Zypressen miteinander, damit sie sehen und erkennen, es merken und verstehen allesamt, dass die Hand des HERRN dies getan und der Heilige Israels es geschaffen hat.
    Jesaja 41,19-20

    Der deutsche Name stammt von den altdeutschen Worten wauhal = lebensfrisch, munter.

    Zeder (Cedrus libani)

    Oft ist “Zeder” das Sammelwort für Akazie, Wacholder oder Zeder.

    Die Weisheit Salomos war größer als die Weisheit aller Söhne des Ostens und als alle Weisheit Ägyptens. Und er war weiser als alle Menschen, als Etan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Mahols. Und sein Name war berühmt unter allen Nationen ringsum. Und er verfasste dreitausend Sprüche, und die Zahl seiner Lieder war 1005. Und er redete über die Bäume, angefangen von der Zeder, die auf dem Libanon steht, bis zum Ysop, der an der Mauer herauswächst; und er redete über das Vieh und über die Vögel und über das Gewürm und über die Fische.
    1. Könige 5,10-13

    Die Priester benötigten Zeder und Ysop für die Reinigung nach der Heilung von Aussatz (3 Mose 14,4) und beim Verbrennen der roten Kuh (4 Mose 19,6), deren Asche Bestandteil eines Reinigungswassers war.
    Zedern waren ein Symbol der Stärke und Schönheit. Ihr Holz wurde für den Bau des des 2. Tempels in Jerusalem aus dem Libanon geholt (1. Könige 5,19-32). Die Zeder gehört zur Familie der Kiefern und kann bis zu 40 m hoch werden. Als junger Baum ist sie fast pyramidenförmig, mit zunehmendem Alter wird sie schirmartig mit überhängender Spitze.

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